Japanisches Handwerkzeug – ideal für Holzarbeiten im Wohnzimmer

Wer Holzarbeiten in seiner Wohnung machen möchte, dem lege ich den Einsatz von japanischem Handwerkzeug ans Herz: Handwerkzeuge sind viel leiser als Handmaschinen, und es entsteht kein Feinstaub. Weil japanische Sägen auf Zug arbeiten, entstehen viel geringere Schnittkräfte wie bei europäischen Sägen. Das heißt, man benötigt für die Arbeit keine große, massive Hobelbank.

Arbeitsweise mit japanischem Handwerkzeug

Arbeitet man so wie in Japan üblich, nimmt man zwei kleine Arbeitsböcke. Traditionell arbeitende japanische Schreiner sitzen bei der Arbeit. Sie halten ihre Werkstücke mit dem Fuß oder mit den Händen fest, während sie diese bearbeiten. Sind die Werkstücke kürzer, arbeitet man sitzend an einem Hobelbrett.

Das Hobelbrett ist ein Arbeitsplatz für verschiedene Arbeiten. Sägen, stemmen und hobeln sind dort gleichermaßen möglich.
Japanische Schreiner arbeiten auf niedrigen Holzböcken auf dem Boden.

Wem die Arbeit am Boden zu unbequem ist, arbeitet an einem stabilen Tisch oder einer kleinen Hobelbank. Wahlweise hält man das Werkstück an kleinen Vorrichtungen mit der Hand fest oder man verwendet Schraubzwingen. Auch für die stehende Arbeitshaltung benötigt man nur eine leichtere Ausrüstung, wenn man japanische Handwerkzeuge einsetzt.

An Hobelbänken lassen sich japanische Handwerkzeuge sehr gut einsetzen. Für das eigene Wohnimmer gibt es schöne kleine Hobelbänke, die auch als Möbelstück sehr attraktiv sind.

Japanische Stemmeisen setzt man ebenfalls auf Arbeitsböcken oder dem Hobelbrett ein. Sowohl bei der Arbeit in der Bodenposition als auch bei der stehenden Arbeitsweise sollte man darauf achten, dass die Arbeitsunterlage nicht nachfedern kann. Sonst geht viel von der Schlagenergie verloren.

Den japanischen Hobel zieht man über das Werkstück. Für kleinere Werkstücke ist das Hobelbrett ideal. Eine kleine Hobelbank ist aber ebenso möglich.

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Buchempfehlung zur japanischen Holzbearbeitung

In Toshio Odates Buch „Die Werkzeuge des Japanischen Schreiners“ findet man die Beschreibung und Anwendung der grundlegenden Werkzeuge. Zudem beschreibt er den Arbeitsplatz auf dem Boden. Das Buch ist 1984 in den USA erstmals erschienen und ist noch immer das unangefochtene Standardwerk über japanische Holzbearbeitung.

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