Merkmale einer guten Schleifmaschine – ein Ratgeber

Das Angebot an Schleifmaschinen ist riesig. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Marken, unterschiedlichen Maschinen und unterschiedlichen Qualitätsstufen. Doch wie erkennt man eine qualitativ hochwertige Maschine?

Auf folgende Qualitätsmerkmale sollte man achten: Serviceangebot des Herstellers, Zubehör,  Elektronik, Absaugung  und Ergonomie.

Serviceangebot des Herstellers

Auf der Suche nach einer guten Schleifmaschine lohnt es sich, neben der Maschine selbst auch das Serviceangebot der jeweiligen Herstellerfirma zu prüfen: Bietet der Hersteller eine funktionierende Hotline? Lassen sich Ersatzteile leicht nachbestellen?

Qualitativ gute Maschinen sind für den professionellen Handwerker konzipiert. Fallen diese Maschinen aus, hilft  eine funktionierende Hotline, Ausfallzeiten so kurz wie möglich zu halten. Eine mit der Maschine mitgelieferte Explosionszeichnung bildet jedes Ersatzteil ab. Die einzelnen Ersatzteile sind mit einer eigenen Bestellnummer versehen. So kann man das nötige Ersatzteil über den Fachhandel oder direkt beim Hersteller bestellen. Dies verlängert die Nutzungsdauer der Maschine erheblich.

Der Interface-Pad dient zum Schleifen von konvex oder konkav geformten Oberflächen.

Passendes Zubehör für die Schleifmaschine

Vor der Anschaffung einer Schleifmaschine sollte man sich auch ansehen, welches Zubehör der Hersteller anbietet. Ist das zur Maschine passende Zubehör umfangreich und von guter Qualität, erweitert es den Einsatzbereich der Maschine und hilft rationeller zu arbeiten. Hier spielen die Bereiche Absaugung (siehe weiter unten) und lieferbare Schleifteller eine besonders wichtige Rolle.

Bei den Schleiftellern sind folgende Fragen hilfreich:

  • Wird ein Polierzubehör angeboten?
  • Wie viele verschiedene Härtegrade sind lieferbar? Für jeden Anwendungsbereich sollte ein passender Schleifteller lieferbar sein.
  • Welche Schleifmittel kann man einsetzen?
  • Wird zu dem angebotenen Schleifschuh eine Auswahl an Schleifpapier angeboten, welche alle wichtigen Arbeitsbereiche abdeckt?
  • Lässt sich der Schleifteller einfach wechseln?
Manchmal lösen kreative Neuerungen Probleme, die den Anwendern schon lange ein Ärgernis waren. Der Protector für den Festool Rotex ist hier ein gutes Beispiel für nützliches Zubehör. …
… Er ermöglicht randnahes Schleifen ohne den bisher üblichen Rückschlag, und lästige Nacharbeiten entfallen.

Besser arbeiten durch Elektronik

Eine leistungsfähige Elektronik in der Schleifmaschine steigert die Qualität der Arbeitsergebnisse. Außerdem sorgt sie für angenehmeres Arbeiten und verlängert die Lebensdauer der Maschine. Sichtbares Erkennungsmerkmal für eine eingebaute Elektronik ist das Stellrad für die „Drehzahlregelung“. Andere Elektronikfunktionen sind die „Konstantelektronik“, der „Sanftanlauf“ und die „Temperatursicherung“.

Drehzahlregelung

Mithilfe der Drehzahlregelung passt man die Arbeitsgeschwindigkeit der Schleifmaschine an den jeweiligen Arbeitsgang an. Schleift man beispielsweise ein schönes Furnierbild, senkt man besser die Drehzahl. So arbeitet man kontrollierter und vermeidet es, das Furnier durchzuschleifen. Auch beim Feinschliff und beim Einsatz von weichen Schleiftellern senkt man häufig die Drehzahl.

Konstantelektronik

Die Konstantelektronik hält die eingestellte Drehzahl konstant. Diese Funktion wird gebraucht, wenn die eingestellte Drehzahl unter Belastung abzusinken droht. Drehzahlschwankungen haben ein ungleichmäßiges Schleifergebnis zur Folge. Besonders bei gebeizten Flächen führt dies zu ungewollten Farbunterschieden.

Sanftanlauf

Der Sanftanlauf sorgt für einen ruckfreien Anlauf der Maschine. Die Drehzahl wird über einen Zeitraum von 1-2 Sekunden gesteigert, bis die eingestellte Endgeschwindigkeit erreicht ist. Diese Technik schont sowohl die Lager der Maschine als auch die Gelenke des Anwenders.

Temperatursicherung

Ein eingebauter Überhitzungsschutz (Temperatursicherung) verhindert ein Durchbrennen des Motors. Bei anhaltend hoher Motortemperatur werden zuerst Stromzufuhr und Drehzahl reduziert. Sinkt die Temperatur nicht, schaltet sich die Maschine ab und lässt sich erst wieder einschalten, wenn der Motor abgekühlt ist.

 

Sichtbares Erkennungsmerkmal für eine eingebaute Elektronik ist das Stellrad für die Drehzahlregelung.

Die Tellerbremse beim Exzenterschleifer

Bei hochwertigen Exzenterschleifern hindert eine Tellerbremse den Schleifteller daran, unkontrolliert hochzudrehen. Ein ungebremster Schleifteller verursacht beim Aufsetzen aufs Material Dellen in der Oberfläche. Schleift man furnierte Flächen mit überhöhter Drehfrequenz, läuft man Gefahr das Deckfurnier durchzuschleifen. Exzenterschleifer ohne  Tellerbremse sind für anspruchsvolle Arbeiten nicht geeignet.

Staub absaugen bei der Schleifmaschine

Holzstaub gefährdet die Gesundheit und dringt im Haushalt in jede Ritze ein. Als Heimwerker sollte man an einer guten Staubabsaugung nicht sparen. Auch hier lohnt es sich wieder auf Qualität zu achten. Nicht jede Schleifmaschine lässt sich gleich gut absaugen. Dies hängt mit der Lochung der Schleifteller und den in diese integrierten Absaugkanäle zusammen. Festool beispielsweise bietet mit dem „Multi-Jetstream 2 System“ ein neues Absaugprinzip an. Durch  Zuluft- und Abluftkanäle entsteht eine Strömung ähnlich wie beim Lüften eines Raums. Das innovative System sorgt für eine wesentlich effektivere Staubabsaugung auch in den Randbereichen des Schleiftellers. Für weitere Informationen bietet Festool auf seiner Homepage die Broschüre „Weitergedacht – für perfekte Oberflächen“ als PDF zum Download an.

Wird Schleifstaub nicht ausreichend abgesaugt, verklumpen Staubpartikel auf der Holzoberfläche und setzt dem Schleifpapier zu. Mit einer effektiven Absaugung schützt man nicht nur seine Gesundheit, sondern spart auch Schleifpapier.

Ein Staubsaugerschlauch sollte sich stabil mit der Maschine verbinden lassen.
Schleifstaub sollte vollständig abgesaugt werden. Bleibt Schleifstaub auf der Holzoberfläche zurück ist die Absaugleistung unzureichend.

Ergonomische Aspekte

Die ergonomische Konstruktion von Maschinen hat gesundes und ermüdungsarmes Arbeiten zum Ziel. Körperliche Belastungen bei Schleifmaschinen werden vor allem durch Lärm, Staub und Vibration verursacht. So sollte man jede Schleifmaschine vor dem Kauf daraufhin  testen, wie bequem man damit arbeiten kann. Folgende Punkte sind beachtenswert:

  • Wie stark ist die Vibration im Vergleich zu anderen Maschinen?
  • Wird der Schleifstaub gut abgesaugt?
  • Wie hoch ist die Lärmentwicklung?
  • Ist der Griffdurchmesser passend zu meiner Handgröße?
  • Lässt die Maschine sich gut halten oder muss ich Kraft aufwenden, damit sie mir nicht aus der Hand rutscht?
  • Muss man das Handgelenk bei der Arbeit verbiegen oder kann es gerade gehalten werden?
  • Passt das Gewicht der Maschine zu meiner Körperkraft?
Man sollte ausprobieren ob man die Maschine gut halten kann.
Zum Schleifen von schmalen Flächen und Kanten sind leichte und dennoch leistungsfähige Maschinen auf dem Markt. Wenn die Gelenke nicht mehr so mitmachen, sind diese Maschinen auch für das Schleifen von Flächen eine gute Option.

Schleifmaschinen ausprobieren im Holzbearbeitungskurs

In meinen Holzbearbeitungskursen habe ich häufig mehrere Schleifmaschinen dabei. Es besteht die Möglichkeit selbst zu schleifen und Fragen zu stellen. So bekommt man ein Gefühl für qualitativ hochwertige Maschinen.

Das Thema „richtiges Arbeiten mit Handschleifmaschinen“ behandle ich besonders eingehend im Kurs „Holzoberflächen / Oberflächentechnik bei Holzwerkstoffen“.  Infos und weitere Informationen dazu unter www.kurswerkstatt-nuernberg.de

Im Oberflächenkurs der KursWerkstatt Nürnberg lassen sich verschiedene Handschleifmaschinen ausgiebig testen.

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Holzbearbeitungskurse mit Handwerkzeugen in der KursWerkstatt Nürnberg

Wer in die Handbearbeitung von Holz einsteigt, beginnt mit einem Lernprozess. Und dieses Lernen hört nicht mehr auf. Im handwerklichen Tun passieren Fehler. Man schaut nach der Ursache und findet Wege, es besser zu machen.

Immer wieder beobachte ich, wie am Anfang teure Fehler gemacht werden: Man kauft sich scheinbar preisgünstiges Werkzeug oder startet mit einem viel zu schwierigen Projekt und scheitert dann.

Wer sich den Einstieg erleichtern und teure Fehler vermeiden will, sucht sich jemanden, der grundlegende Informationen und praktische Anleitung bieten kann.

Exaktes Anzeichnen des Sägeschnitts auf dem Material: Dies ist die Basis für erfolgreiches Arbeiten und wird in meinen Kursen geübt.
Im Kurs beginnt man mit einer Sägeübung. In einem ersten Schritt überträgt man die Zeichnung für die Sägeübung vom Plan aufs Material.

Holzkurse bieten solides Grundwissen

In meinen Holzbearbeitungskursen erhalten Sie sowohl theoretisches Wissen als auch eine ganz praktische Anleitung, wie Sie die Werkzeuge richtig anwenden. Auf diese Weise erhalten Sie ein solides Fundament. Dabei decke ich unterschiedliche Bereiche ab:

Ich vermittle Kenntnisse über die Werkzeuge, deren Pflege und das Schärfen. Denn scharfe und gebrauchsfähige Werkzeuge sind die Grundvoraussetzung der Handbearbeitung von Holz.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die richtige Anwendung der Werkzeuge. Handbearbeitung gelingt erst richtig, wenn man die richtigen Arbeitstechniken kennt und beherrscht. Diese Arbeitstechniken erlernen Sie in meinen Kursen und üben diese ein. Außerdem biete ich Kurse an, in denen Sie die wichtigsten Holzverbindungen kennenlernen und deren Anfertigung einüben können.

Gerade sägen zu lernen ist einer der ersten wichtigen Schritte.
In den Kursen lernt man die verschiedenen europäischen und japanischen Handwerkzeuge kennen.

Kursthemen der KursWerkstatt Nürnberg:

  • Werkzeuge schärfen von Hand auf japanischen Wassersteinen
  • Klassische Holzbearbeitung mit Handwerkzeugen (europäisches und japanisches Werkzeug)
  • Einführung in die japanische Holzbearbeitung
  • Klassische Holzverbindungen mit Handwerkzeugen – Schlitz und Zapfen
  • Klassische Holzverbindungen mit Handwerkzeugen – Die Schwalbenschwanzverbindung
Erst mit scharfem Werkzeug lassen sich präzise Ergebnisse erzielen.
Für die Anwendung der Handwerkzeuge ist die richtige Arbeitstechnik wichtig.

Alle Kurse sind für Anfänger geeignet und behandeln jeweils einen thematischen Schwerpunkt. Die Teilnehmeranzahl ist so ausgelegt, dass ich jeden Kursteilnehmer persönlich gut unterstützen kann. Der Einstieg in das Thema „Handbearbeitung“ ist mit jedem Kurs möglich. Wer alle diese Kurse absolviert, erwirbt sich grundlegende Kenntnisse in der Handbearbeitung von Holz.

Aktuelle Kurstermine und weitere Infos unter www.kurswerkstatt-nuernberg.de

Sind alle Grundlagen gelegt kann man passgenaue Holzverbindungen herstellen.
Die Belohnung für alle Lernbemühungen sind handgefertigte Massivholzverbindungen, welche präzise passen.

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